Hautkrebszahlen steigen dramatisch – Prävention darf nicht kaputtgespart werden
Die gestern vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zu Hautkrebs in Deutschland sind alarmierend: Die Zahl der stationären Behandlungen wegen Hautkrebs ist innerhalb von 20 Jahren um fast 95 Prozent gestiegen. Gleichzeitig nahm die Zahl der Todesfälle um mehr als 65 Prozent zu. 2024 starben rund 4.600 Menschen an Hautkrebs.
Vor diesem Hintergrund ist es völlig unverständlich, dass auf Bundesebene ausgerechnet das Hautkrebs-Screening als Kassenleistung zur Disposition gestellt wird. Während die Zahl der Erkrankungen massiv zunimmt, wird darüber diskutiert, präventive Untersuchungen einzuschränken oder nur noch bestimmten Risikogruppen zugänglich zu machen.
Dazu erklärt Die Linke Konstanz:
„Wer bei der Prävention spart, zahlt am Ende mit Menschenleben. Früherkennung rettet Leben – insbesondere bei Hautkrebs, wo eine rechtzeitige Diagnose oft entscheidend für die Heilungschancen ist. Die aktuellen Zahlen zeigen eindeutig: Wir brauchen mehr Vorsorge und Aufklärung, nicht weniger.“
Gerade Beschäftigte, die im Freien arbeiten – etwa auf dem Bau, in der Zustellung oder in der Landwirtschaft – sind einem besonders hohen Risiko ausgesetzt. Statt Leistungen einzuschränken, braucht es einen Ausbau niedrigschwelliger Vorsorgeangebote sowie besseren Arbeitsschutz gegen UV-Strahlung.
Die Linke Konstanz kritisiert, dass gesundheitspolitische Debatten zunehmend unter Kostengesichtspunkten geführt werden. Gesundheit darf jedoch keine Frage der Haushaltslage sein. Prävention ist kein Luxus, sondern ein zentraler Bestandteil öffentlicher Daseinsvorsorge.
„Es ist ein sozialpolitischer Irrweg, notwendige Vorsorgeangebote infrage zu stellen, während gleichzeitig immer mehr Menschen an Hautkrebs erkranken und sterben. Gerade Menschen mit geringem Einkommen verzichten häufig auf privat zu zahlende Untersuchungen. Wer Screening abbaut, verschärft gesundheitliche Ungleichheit.“
Die Linke Konstanz fordert deshalb:
- den Erhalt und Ausbau des gesetzlichen Hautkrebs-Screenings,
- mehr öffentliche Aufklärung über UV-Risiken,
- besseren Schutz für Beschäftigte im Freien,

