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Linke Liste gegen teure Sanierung des Konzilumfelds |
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Montag, 23. Januar 2012 |
Für die Neugestaltung des Konzilumfeldes und anschließender Bereiche sollen erstmal rund 500 000 Euro investiert werden. Der Platz sei kaputt, wurde erklärt und er bedürfe einer grundlegenden Sanierung.
Wer die Örtlichkeiten nicht kennt, der bekommt beim Lesen der Vorlage den Eindruck, der Platz um das Konzil gleiche einer unbegehbaren Schutthalde und eigentlich fehle nur noch der Hinweis: „Betreten der Baustelle verboten, Eltern haften für ihre Kinder“. Dem, das wissen wir, ist nicht so. Wir sind der Meinung, dass es völlig reichen würde, die notwendigsten Sanierungen – beispielsweise im Bereich der Mole – vorzunehmen und einen Großteil der veranschlagten Summe für wichtigere Projekte zu verwenden.
Die Konzilmole ja bereits ein urbaner Platz mit hoher Aufenthaltsfunktion - was in der Vorlage seltsamerweise bezweifelt wird. Was wollen Sie da noch groß umkrempeln und Geld verbraten, das wir gar nicht haben? Sie meinen offensichtlich, wir könnten es uns leisten, für das Jubiläum die Stadt mit Goldstaub zu überziehen, um den Besuchern vom ersten Tag an zu signalisieren, sie befänden sich hier in einer Art Schlaraffenland, in dem Milch und Honig fließen. Im Konzilumfeld besteht, und da pflichte ich dem Kollegen Wallisch bei, tatsächlich kein Leidensdruck. Der Kahlschlag bei Takeda verordnet uns ab sofort das Backen ganz kleiner Brötchen – und alle überzogenen Planungen gehören umgehend auf den Prüfstand.
Auch finden wir es für ziemlich überzogen, sage und schreibe 25 Büros für einen Realisierungswettbewerb in Gang zu setzen. Geht es nicht ein bisschen bescheidener? Reicht es da nicht, wenn sich unsere städtischen Abteilungen überlegen, wie das Konzilumfeld ein wenig verschönert werden kann, ohne dass man gleich gewaltige Summen in die Hand nehmen muss.
Kolleginnen und Kollegen: Grundsätzlich drängt sich mir der Verdacht auf, dass mittlerweile fast jede zweite Planung irgendwie und mit aller Macht mit dem Konziljubiläum in Verbindung gebracht wird. Egal, ob es passt oder nicht.
Ich denke, unsere Aufgabe besteht nicht darin, für einen kurzen Zeitraum zu planen. Wir wurden darauf verpflichtet, im Sinne der Bürgerschaft mittel- und langfristige Projekte voran zu treiben. Die permanente Fokussierung auf das Jubiläum ist unserer Meinung nach völlig unangebracht und überzogen. Wir werden dieser Vorlage nicht zustimmen.
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 06. Februar 2012 )
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